Otosklerose

Definition

Die Otosklerose ist eine Erkrankung, bei der es zu abnormalem Knochenwachstum im Innenohr kommt, insbesondere im Bereich des Steigbügels (Stapes). Dieses übermäßige Knochenwachstum führt zu einer Fixierung des Steigbügels und beeinträchtigt die Schallleitung im Ohr.

Hier ist ein vereinfachtes Bild des Krankheitsverlaufs:

  • 1

    Normale Gehörknöchelchenkette: In einem gesunden Ohr besteht die Gehörknöchelchenkette aus drei kleinen Knochen – dem Hammer (Malleus), dem Amboss (Incus) und dem Steigbügel (Stapes). Diese Knochen sind beweglich und übertragen den Schall vom Trommelfell auf das Innenohr.

  • 2

    Anfängliche Veränderungen: Bei Otosklerose kommt es zu abnormalem Knochenwachstum im Bereich des Steigbügels. Dieser Knochen verknöchert und wird zunehmend unbeweglich.

  • 3

    Schallleitungsschwerhörigkeit: Durch die Fixierung des Steigbügels wird die Schallübertragung vom Trommelfell zum Innenohr behindert. Dadurch entsteht eine Schallleitungsschwerhörigkeit, bei der der Schall nicht effizient vom äußeren zum inneren Ohr geleitet werden kann.

  • 4

    Fortschreitende Veränderungen: Das übermäßige Knochenwachstum kann sich auf andere Strukturen im Innenohr ausbreiten, einschließlich der ovalen Fenstermembran und der Cochlea (Hörschnecke). Dies kann zu einer kombinierten Schallempfindungs- und Schallleitungsstörung führen.

  • 5

    Symptome: Die Symptome der Otosklerose umfassen allmählichen Hörverlust, Tinnitus (Ohrgeräusche wie Klingeln oder Summen), Schwindel und ein Gefühl von Druck oder Fülle im Ohr.

Therapie

Die Therapie der Otosklerose besteht in der Regel aus einer Stapesplastik oder Stapedotomie, bei der die Gehörknöchelchenkette operativ behandelt wird.

Der Ablauf der Otosklerosetherapie beinhaltet folgende Schritte:

  • 1

    Vorbereitung: Vor dem Eingriff erfolgt eine ausführliche Untersuchung des Gehörs, der Ohranatomie und der medizinischen Vorgeschichte des Patienten. Eine genaue Diagnosestellung der Otosklerose ist wichtig, um die richtige Therapieentscheidung zu treffen.

  • 2

    Operation: Der Eingriff wird in der Regel unter örtlicher Betäubung oder in Narkose durchgeführt. Ein kleiner Schnitt am Gehörgangseingang ermöglicht den Zugang zur Gehörknöchelchenkette. Das Trommelfell wird umgeklappt, um die Versteifung des Steigbügels zu bestätigen. Anschließend wird entweder eine kleine Öffnung in die Fußplatte des Steigbügels gebohrt (Stapedotomie) oder die Fußplatte teilweise entfernt (Stapesplastik). Eine spezielle Hörprothese wird eingesetzt, um den Schall vom Amboss auf das Innenohr zu übertragen.

  • 3

    Überprüfung des Hörvermögens: Bei einer Operation unter örtlicher Betäubung kann direkt während des Eingriffs das verbesserte Hörvermögen überprüft werden. Bei einer Operation in Narkose muss der Patient etwa eine Woche warten, bis die Tamponade aus dem Gehörgang entfernt wird, um das Ergebnis zu erfahren.

  • 4

    Nachsorge und Genesung: Nach der Operation ist ein stationärer Aufenthalt von 3-4 Tagen erforderlich. Nach einer Woche werden die Fäden und die Tamponade entfernt. Nach weiteren Wochen normalisiert sich das Hörvermögen in der Regel, und das Trommelfell heilt vollständig. Das Restrisiko eines Ertaubens liegt bei etwa 1%.

Chancen

Die Chancen für eine Hörverbesserung bei einer Otosklerose sind in der Regel sehr gut.

Die operativen Verfahren ermöglichen oft eine deutliche Verbesserung des Hörvermögens und bieten im Vergleich zu Hörgeräten eine bessere Schallübertragung in das Innenohr. Trotz des geringen Risikos besteht immer noch die Möglichkeit eines Ertaubens, aber die Erfolgsaussichten sind in der Regel sehr zufriedenstellend, da viele Patienten nach dem Eingriff von einem Schwerhörigen zu einem Normalhörenden werden.

Wie kann ich helfen?

Da ich über eine langjährige Erfahrung und das volle Spektrum der diagnostischen Mittel zur Erkennung einer solchen Erkrankung der Mittelohres verfüge, bin ich in der Lage frühzeitig in Ihrem Sinne zu intervenieren und die weiteren therapeutischen Wege mit Ihnen zu planen.

Durch meine engen Kontakte zu den umliegenden universitären HNO-Fachabteilungen werden Terminierungen zur dortigen Vorstellung und zeitnahen Sanierung erleichtert.

Kontaktdaten

HNO Praxis Eversten

Konstantin Karagiannis
Hals-Nasen-Ohrenarzt, HNO-Chirurgie, plastische Operationen

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